Großer Erfolg beim 1° Open WKMO World Cup 2019 in Italien

Nach einer doch langen und intensiven Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2019 in Montecatini Terme vom 21. bis zum 24 November 2019, starteten wir mit 13 Teilnehmern und einem zusätzlichen Betreuer in Richtung Italien. Wie gewohnt wurde der Start von Kalle unserem Trainer wieder um 3 Stunden vorgelegt, dies wird noch eine endscheidende Rolle spielen.

Als wir in Montecatini am Freitag ankamen, gestaltete sich das Finden unseres Hotels problematisch, fast eine Stunde hat es gedauert. Nach dem Einchecken schlugen unsere weiblichen Teilnehmer vor, einen Einkaufsbummel zu machen. Kalle war hiervon allerdings überhaupt nicht zu überzeugen und setzte durch, sich erst einmal in die Halle zu begeben und die Startplätze zu überprüfen.

Aus Dresden angereist sind:

Kalle        (4. Dan)
Sylivia    (7. Kyu)
Michele    (5. Kyu)
Julienne    (3. Kyu)
Nicole    (9. Kyu)
Samantha    (8. Kyu)
Max        (7. Kyu)
Leon        (8. Kyu)
Lukas        (7. Kyu)
Tibor        (7. Kyu)
Sophie    (7. Kyu)
Julian        (7. Kyu)
Nico        (5. Kyu)
Thomas    (Betreuer)

Hier traf die Gruppe auf Shihan Bernhard (8. Dan) und seinem Sohn Konstantin (2. Kyu). Nach freudiger Begrüßung machten wir uns auf den Weg zum Aushang, der aber zu dieser Zeit noch nicht vollständig war. Durch einen Zufall erfuhren wir dann, dass Sylvias Start von Samstag auf Freitag vorverlegt wurde. Jetzt brach regelrecht Panik aus. Weder ein Karateanzug, noch ein Gürtel war zur Hand.

Durch Zufall hatte Konstantin seinen GI dabei. Sylvia probierte ihn an und er passte, zum Glück! Das größere Problem war aber der fehlenden Orange-Gürtel, ohne den sie nicht starten konnte. Durch eine Art Staffellauf zum Hotel und zurück konnte dieser dann genau 5 Minuten vorher noch besorgt werden. Dann ging es auch schon los. Sylvia konnte sich in einer grandiosen Leistung Silber erkämpfen. Wirklich ein super Happy End. Auch die Kampfrichter haben den Trubel mitbekommen und waren erleichtert, dass dies doch noch gut ging.

Ein sehr holpriger Start, aber mit einem tollen Erfolg. Jetzt waren wir gespannt auf den nächsten Tag. Abends gingen wir dann alle gemeinsam zum Hotel und ließen uns das tolle Essen schmecken.

Am Samstag waren dann alle weiteren Teilnehmer an der Reihe. Wir traten in der Kategorie Kata Individual Children, Cadets, Juniors, Seniors und Veterans an.

Es ist, genau wie im letzten Jahr, eine wirkliche Herausforderung dafür zu sorgen, dass sich jeder Athlet zur richtigen Zeit am Startort einfindet. Diese schwierige Aufgabe hat Michele übernommen und es vorbildlich geschafft, dass niemand unserer Gruppe seinen Start verpasste.

Zwischen den Wettkämpfen wurde wieder eine Einlaufzeremonie abgehalten. In diesem Jahr begleitet von einer italienisch traditionellen Trommelgruppe, welche zusätzlich eine beeindruckende Trommel- und Fahnenschwenkperformance ablieferte.

Das Wettkampfniveau war auch in diesem Jahr wieder hoch. Gerade die Leistungen der Oberstufe sind äußerst beeindruckend.  Je mehr Athleten in der eigenen Kategorie antreten, desto geringer die Chance auf eine Medaille. Viele von uns, aber nicht alle, konnten einen Platz auf dem Treppchen erreichen. Jeder unserer Gruppe hat sein Bestes gegeben. Es ist äußerst spannend seine eigenen Teammitglieder im Wettkampf zu beobachten. Kleinste Fehler oder Unaufmerksamkeiten in der Kata kosten Punkte in der Bewertung. Es ist ein riesen Lob an jeden einzelnen auszusprechen, der sich traut hier im internationalen Rahmen anzutreten.

Tatsächlich konnten wir am Ende des Tages weitere 6 Medaillen zählen. In Feierlaune ging es dann zurück zum Hotel. Wieder schmeckte das Essen gut und wir habend den Tag mit einer kleinen Feier beendet.

Nach einem sehr leckeren italienischen Frühstück am Sonntag ging es für den einen Teil der Gruppe in Richtung Heimat. Für den anderen Teil zurück in die Wettkampfhalle. Dabei waren noch Kalle, der als einziger in der Kategorie Kumite angetreten ist, Sylvie, Sophie, Nico und Leon. Der Wettkampf ging mit den Kämpfen der unteren Altersstufen los. Es hat Spaß gemacht zuzuschauen und Erfahrungen zu sammeln. Dank einer etwas unausgereiften Planung verschob sich Kalles Start um fast zwei Stunden. Doch dann ging es los und nach einem beeindruckenden Kampf schlidderte er haarscharf an der Goldmedaille vorbei und wurde Zweiter. Das musste natürlich gefeiert werden und so ließen wir die Zeit in Italien mit einem Besuch in einer Pizzeria ausklingen.

Der andere Teil der Gruppe ist währenddessen in das nahegelegene Pisa gefahren. Natürlich zum schiefen Turm. Es sind genau solch kleine Aktionen die ein Wochenende wie dieses perfekt abrunden. Alles im allen waren es sehr schönes Wettkampftage in großartiger Gemeinschaft und mit tollen Erfolgen. Vielen Dank an Bernhard Keller, der uns diese Chance wieder einmal ermöglicht hat und uns diesmal sogar noch wunderbare neue Mannschaftskleidung beschafft hat.

Bericht von Kalle, Julian und Leon