Sensei Ochi in Mag­de­burg

Am heutigen Samstag war eine kleine Delegation des Shutō Kai, in Magedburg bei Sensei Hideo Ochi. Die räumliche Nähe zu Dresden musste einfach genutzt werden, denn eine solche Chance haben wir in diesem Jahr vermutlich nur noch einmal.

Gegen 9 Uhr waren wir überpünktlich vor Ort und konnten die Zeit nutzen, um neue Kontakte zu knüpfen und kräftig Werbung für unseren Gründungslehrgang in 14 Tagen zu machen.

Um 11 begann die erste Trainingseinheit für alle bis zum Blaugurt. Nach vielen Kihonkombinationen folgte ein größerer Katablock in dem unser Nachwuchs intensiv alle Heian Katas üben konnte.

Als nächstes waren die höheren Graduierungen ab Violettgurt an der Reihe. Auch diese Einheit startete mit Kihonkombinationen in denen nahezu alle Grundtechniken trainiert wurden und auch Koordination und Konzentration nicht zu kurz kamen. Im Anschluß ging es direkt weiter mit Jiyu-Ippon-Kumite und Freikampf. Durch viele Partnerwechsel war man gezwungen, sich immer wieder neu einzustellen und es gab kein Nachlassen. In den letzten Minuten schwenkte Sensei Ochi bereits auf das Thema Kata um, welches in der späteren zweiten Oberstufeneinheit sehr intensiv weiter behandelt wurde.

Nachdem nun alle Graduierungen ihre ersten 1,5 Stunden Training hinter sich hatten ging es in die Mittagspause. Hier muss dem ausrichtenden Dojo „Hatsuun Jindo“ Karate-Club Magdeburg-Barleben e.V. ein großes Kompliment ausgesprochen werden. Die angebotenen Speisen waren sehr vielfältig und die Bedienung ging zügig vonstatten.

Wir haben einen wesentlichen Teil der Pause dazu genutzt um mit Sensei Axel Dziersk unseren Gründungslehrgang zu besprechen. Hier wartet die ein oder andere Überraschung auf die Teilnehmer!

Nach dem Mittag waren erneut die Graduierungen bis Blau an der Reihe. Dieses Mal ging es nochmals um die Heian Katas, gefolgt von Kihon-Ippon-Kumite. Und auch der Nachwuch durfte sich bereits einmal in lockerem Freikampf versuchen.

Bei den Großen wurden alle Sentei-Katas mehrfach gelaufen – da war schnell die ein oder andere Schweißperle zu sehen. Das Training endete nochmals mit Jiyu-Ippon-Kumite.

Der Tag mit Sensei Ochi war anstrengend und lehrreich und hat sicher alle Teilnehmer unseres jungen Dojos ein gutes Stück nach vorn gebracht.

Bericht von Stefan LebeltTrainer im Shutō Kai

Bilder vom Lehrgang

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Großes WOW beim Anfängerkurs

Was haben wir dem heutigen Tag entgegengefiebert!!!

Pünktlich um 19:00 Uhr begann unser erster Anfängerkurs mit einer kurzen Einleitung gefolgt vom einstündigen Schnuppertraining, in dem Begrüßung, Grundstellungen, Choku- und Oi-Zuki (und natürlich Liegestütze 😉 ) trainiert wurden.

Wir waren überwältigt von dem Ansturm, der guten Laune und dem Einsatz, der an den Tag gelegt wurde.

TOLL, einfach TOLL!

Wir freuen uns auf eine großartige Zeit!

PS. Für alle, die keine Unterlagen mehr abbekommen haben, bitte ladet sie auf unserer Seite „Du möchtest mitmachen?“ herunter.

Kumite-LG beim TSV Altenfurt

Kumitelehrgang mit unserem Kalle

Nach entspannter Anreise begann am 06.01.2018 pünktlich 10 Uhr der erste Kumite Lehrgang beim TSV Altenfurt. Man hatte von Anfang an nicht das Gefühl, fremd zu sein. Alle waren gut gelaunt und entspannt.

Beeindruckend war natürlich die Location an sich. Ein super mit Matten ausgelegter Fußboden machte sofort Lust auf das Kampftrainig, weil es schon etwas anderes ist als immer auf harten Parkett zu trainieren. Schon bei der Erwärmung merkte man wie angenehm es sich unter den Füßen anfühlt.

Angefangen mit einigen Grundtechniken des Shotokan-Karate und dem späteren intensiven Kampftraining wurden alle Teilnehmer bereits in den ersten zwei Stunden ganz schön gefordert.

Die beiden Senseis Jürgen und Jörg (vom TSV Altenburg) haben Ihr bestes Wissen und die Erfahrungen aus Ihren Karatelaufbahnen super weitergegeben. Da fast alle Graduierungen vertreten waren gab es eine perfekte Mischung untereinander und es fühlte sich niemand unter- oder überlegen.

Die letzten beiden Stunden verlangten nochmal vollen Einsatz, insbesondere die reinen Kumiteübungen. Den Abschluss bildete letztendlich die Kata Kanku Dai, die für alle nochmal eine Herausforderung war.

Für diesen tollen Trainingstag kann ich dem TSV Altenburg und Jürgen Freiherr von Kallenberg nur danken. Viele Erfahrungen wandern mit nach Hause, und werden auch in Zukunft umgesetzt werden. Schade das der Tag zu schnell zu Ende war. Ich hoffe das es noch viele dieser Lehrgänge geben wird.

Bericht von Ralf Kotte – Schüler im Shutō Kai

Bilder vom Lehrgang

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2018 – Das Jahr des Shutō Kai

Wir haben ein paar spannende Wochen hinter uns. Der Verein wurde gegründet, die ersten Trainingseinheiten haben stattgefunden und obwohl das Training offiziell erst am 09.01. mit unserem ersten Anfängerkurs beginnt, haben wir schon einige tolle Gleichgesinnte gefunden, die bereits regelmäßig mit uns trainieren.

Aber der große Spaß liegt noch vor uns!

Wir wünschen allen unseren Freunden und vor allem unseren Mitgliedern und zukünftigen Mitgliedern ein maximal erfolgreiches und aktives 2018!

Wir starten durch!

Das Jahr beginnt mit drei großartigen Veranstaltungen:

 

Wir sind e.V.

Es geht voran – unser Verein ist gegründet und eingetragen.

Wir können unsere B-Pläne bezüglich Konto, Mitgliederversicherung und Halle für den Anfängerkurs Anfang 2018 getrost beerdigen.

Denn seit heute sind wir offiziell ein eingetragener Verein und stehen unter der Nummer VR 10418 und dem etwas sperrigen Namen „IJKA Shotokan-Karateverein Dresden-Johannstadt“ – merkt Euch einfach Shutō Kai 🙂 – im Vereinsregister.

Jetzt fehlen nur noch die Gemeinnützigkeit und einige Mitgliedschaften (DOSB, SSB Dresden, IJKA, DJKB).

Wochen­end­lehr­gang mit Axel

Traditionelles Shotokan Karate bei Sensei Axel Dziersk (5. Dan)

Ein außergewöhnlicher Lehrgang in Berlin

Am 11. und 12. November 2017 fand im Dojo Samurai Ryu Berlin unter Leitung von Sensei Axel Dziersk erstmals ein Karate-Wochenende zum Thema traditionelles Shotokan Karate statt. Der Lehrgang war Auftakt einer Reihe solcher Veranstaltungen.

Da ich seit einigen Monaten genieße ich das Privileg, regelmäßig persönlich von Sensei Axel trainiert zu werden war der Besuch dieses Lehrgangs eine Selbstverständlichkeit.

Erster Tag

Der erste Trainingstag kann in jeder Hinsicht als anspruchsvoll bezeichnet werden. Neben intensiver Dehnung, immer wieder eingestreutem Koordinations- und Balancetraining und Grundlagen wie schnellem Hüftwechsel oder exakter Ausführung des Mawashi- und Ura-Mawashi-Geris, wurden auch Techniken wie Otoshi-Geri oder Teisho-Uke/-Uchi in der Anwendung geübt, die sonst eher selten trainiert werden.

Um Distanz, Zielregion und Wirkung zu trainieren, bestand der mit Abstand größte Teil der Zeit aus Partnerübungen, die direkt aus dem Kihon-Programm am Partner umgesetzt wurden.
Aufgrund der klaren Anweisungen und ständigen Korrekturen habe ich diese als sehr effizient empfunden. Und weil neben Sauberkeit auch auf leichten Körperkontakt Wert gelegt wurde fühlte sich das Ganze sehr real an.

Ein großes Thema am ersten Tag waren die vielen verschiedenen Varianten von Sabaki. Detailiert wurden die jeweiligen Vor- und Nachteile beschrieben und ausprobiert. Besonders gefallen hat mir in dem Zusammenhang die Anwendung von Ashi-Barai, der bei richtiger Positionierung und Ausführung nicht nur als Ablenkung taugt, sondern als zuverlässige Fegetechnik funktioniert.

Kata und Kata-Bunkai waren eines der ausgewiesenen Lehrgangsthemen. Wie kaum ein anderer versteht es Sensei Axel die Kata nicht zum Selbstzweck zu laufen, sondern für das Training zu benutzen. So waren die Grenzen zwischen Kihon, Kata und Kumite fließend. Mal wurde ein Embusen genutzt um Mae-Geri und Folgetechniken beim Ushiro-Geri zu üben, an anderer Stelle Sankaku Tobi aus der Kata Meikyo mit Hilfe des Partners angewendet. Besonders beeindruckt hat mich die „dirigierte Kata“ – eine Trainingsmethode, bei der mehrere Karateka gleichzeitig eine oder in der Steigerung verschiedene Katas laufen und dabei vom „Dirigenten“ gesteuert werden müssen. Das ist hochgradig geistig anspruchsvoll und besonders für Trainer eine gute Art, die jeweiligen Katas noch besser zu verinnerlichen.

Im letzten Teil des ersten Trainingstages wurden Sequenzen aus vielen Katas (Heian Nidan, Heian Sandan, Heian Yondan, Tekki Shodan, Bassai Dai, Meikyo) beidseitig in Form von Kihonbahnen geübt. Nach fast 5 Stunden intensiven Trainings war der Kampf vielen Lehrgangsteilnehmern anzusehen und es wurde am Schluss noch einmal alles gegeben.

Der erste Tag endete mit traditionellem Kata-Bunkai.
Die Techniken wurden genauso und unverändert angewendet wie sie in der Kata vorkommen, ohne dass irgendetwas verändert oder hinzugenommen wurde. Zum Beispiel wurde von Axel gezeigt, wie mit der Anfangs-Sequenz aus Heian Yondan drei Gegner ausgeschaltet werden (jodan Haishu-Uke – Jodan-Kamae im Kokutsu-Dachi -> jodan Haishu-Uke – Jodan-Kamae im Kokutsu-Dachi -> Koshi-Kamae -> Gedan Juji-Uke im Zenkutsu-Dachi -> chudan Morote-Uke im Kokutsu-Dachi)

Zweiter Tag

Nach dem obligatorischen gemeinsamen Lehrgangsabendessen und Erfahrungsaustausch stand am zweiten Tag karatebezogene Selbstverteidigung auf dem Plan.

Etwas weniger anstrengend als am Vortag folgten einem kleinen Theorieteil wieder viele Partnerübungen, dieses Mal zum Umgang mit verschiedenen bedrohlichen Situationen. Dabei wurde das Befreien aus verschiedenen Festhalten und Würgen genauso trainiert wie die Verteidigung gegen Angriffe mit Baseballschläger oder Messer.

Auch wurden Kata-Bunkai-Anwendungen gelehrt mit zahlreichen im Sport-Karate verbotenen Techniken und zusätzlichen Festsetzen und Kontrollen des Angreifers durch Hebel und Würfe.

Fazit

Das Wochenende in Berlin war unglaublich spannend und lehrreich.

Besonders die Authentizität dessen, was Trainiert und gezeigt wurde habe ich als sehr angenehm empfunden. Sei es das Kata-Bunkai, welches sich bei Sensei Axel immer genau an der Kata orientiert und diese nicht verändert, der Kontakt, der jede Partnerübung realistisch anfühlen lässt oder der ständig gegenwärtige Karatebezug beim Thema Selbstverteidigung.

Wer Axel Dziersk kennt, der weiß, dass er ein sehr anspruchsvoller Trainer ist, der großen Wert auf die traditionell korrekte Ausführung jeder einzelnen Technik legt und jeden noch so kleinen Fehler sieht. Eine entsprechende Fülle an Erkenntnissen konnte ich persönlich von den zwei Tagen mitnehmen.

Bericht von Stefan LebeltTrainer im Shutō Kai
Der Text wurde in ähnlicher Form auch auf der Berichteseite des DJKB veröffentlicht.